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So05202012

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Russland lehnt G8-Außenministererklärung zum Schutz gegen sexuelle Diskriminierung ab.

Die Russische Föderation lehnt eine Erkärung der G8-Außenminister zum Thema Menschenrechte ab, in dem auf homo-, bi- und transsexuelle Personen Bezug genommen wird. 'Diese Menschen' speziell zu schützen würde das Wertesystem und die Gefühle 'eines großen Teils der Gesellschaft' beleidigen.

3 Jahre unbedingte Haft für schwulen Sex in betrunkenem Zustand auf Parkplatz

Drei Jahre Haft für 28-jährigen Briten und 40-jährigen Seychellois, weil sie nach einer feuchtfröhlichen Geburtstagsparty betrunken auf einen öffentlichen Parkplatz Geschlechtsverkehr hatten. Nach Verbüssung der Haftstrafe werden beide Männer ausgewiesen.

3 Knaben wachsen Brüste: Gen- oder Hormondefekt?

Vor einem unbekannten Problem stehen drei Brüder in der Dominikanischen Republik: Obwohl sonst ganz männlich entwickelt, wachsen ihnen seit Eintritt in die Pubertät weibliche Brüste.

Tag gegen Homophobie

Heute werden weltweit in vielen Staaten verschiedene Aktionen zum Internationalen Tag gegen Homophobie gesetzt.

Macht Exodus-App den Exodus!

Cupertino: Wieder ein App einer Gruppe, die Homosexualität durch Therapie heilen will. Petition fordert ein Löschen des Apps.

Mr. Gay World 2011 ist Südafrikaner

Manila: Hat Südafrika die schönsten Schwulen? Zum zweiten Mal gewann ein Südafrikaner den Titel zum 'Mr. Gay World'.

Iran kritisiert Österreich

Genf: Sogar der Iran kritisiert Österreich im Menschenrechtsrat wegen mangelhafter Umsetzung der Anti-Diskriminierungsgesetze.

Die Welt wird wieder homophober

New York: Bleiben die UN-Staaten verpflichtet, aufgrund der 'sexuellen Orientierung des Opfers' begangene Tötüngsdelikte zu prüfen?

Gay Aktivist auf Jamaika ermordet

St Andrew: Gewalt gegen Homosexuelle in Jamaika nimmt kein Ende: Wieder ein schwuler Aktivist grausam ermordet.

Fidel Castro übernimmt Verantwortung

Havanna: Fidel Castro übernimmt die Verantwortung für die Verfolgung Homosexueller in der Zeit der Revolutionsjahre von 1959 bis 1980.

Vielfalt annehmen, Diskriminierung beenden

Menschenrechtstag: "Die Wurzel vieler der am weltweit dringendsten Menschenrechtsprobleme ist die Diskriminierung."

AIDS und HIV in der Welt

33.4 Millionen Menschen leben mit dem HIV-VirusWelt: Bis zum internationalen Welt-Aids Tag am 1. Dezember liefern wir dir täglich die brandaktuellen Zahlen aus den Weltregionen.

UN-Generalversammlungspräsident: Homosexualität inakzeptabel

New York City: Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen findet Homosexualität 'inakzeptabel'.

"Als Moslem ist Homosexualität weder für mich, noch für unsere Religion und Tradition akzeptabel", meint der neue Präsident der UN-Generalversammlung, Ali Abdussalam Treki. "Jene Länder, die Homosexualität nicht unter Strafe stellen, glauben, daß dies ein Akt der Demokratie sein soll. Dem ist eben nicht so."

Der libysche Diplomat und vormalige wurde erst am 15. September zum 64. Präsidenten der UN-Generalversammlung gewählt. Gelobt wurde der 71-jährige Diplomat er als 'Veteran im Feld der Diplomatie und internationaler Beziehungen', kann er doch auf eine lange diplomatische und politische Karriere zurückblicken. Von 1977 bis 1980 war er libyscher Außenminister, von 1991 bis 1994 Botschafter der Liga Arabischer Staaten in Kairo und von 1995 bis 1996 Botschafter in Frankreich.

Jetzt hat er sich aber alles andere als diplomatisch erwiesen, als er sich im Zuge einer Pressekonferenz zum Thema Entkriminalisierung der Homosexualität und Antidiskriminierung äußerte, die seit längerem von etlichen Staaten von der UN-Vollversammlung gefordert wird: "Das ist eine sehr sensible Angelegenheit", meinte Treki und fügte hinzu: "Als Moslem bin ich nicht dafür. Sie ist nicht akzeptabel für die Mehrheit der Länder, nicht akzeptabel für unsere Religion und unsere Tradition." Dem nicht genug, wirft er auch jenen Ländern, in denen Homosexualität nicht strafbar (oder sogar mit der Todesstrafe geahndet wird) vor, diese nur aus opportunistischen Überlegungen zu tolerieren. "Jene Länder, die das (Anm.: Homosexualität) erlauben, denken daß es sich dabei um einen Akt der Demokratie handelt. Ich denke keinesfalls so", meint Treki.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (oft auch nicht ganz korrekt als 'Weltparlament' bezeichnet) ist die Vollversammlung der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. Zu den Aufgaben der Generalversammlung zählt nicht nur die Prüfung und Genehmigung des Haushaltsplanes der Vereinten Nationen, sondern auch die Beratung und die Annahme von empfehlenden Resolutionen. Diese sind dann zwar für die Mitgliedsstaaten nicht bindend, senden aber ein klares Zeichen an die jeweiligen Staaten. Mehrmals wurde bereits versucht, eine Resolution zu verabschieden, die ein Verbot der Homosexualität (wie in vielen Staaten immer noch vorhanden) oder eine (Straf-)Verfolgung von Homosexuellen als Diskriminierung brandmarken sollte. Mit Präsidenten wie Treki scheint die Verabschiedung einer solchen wohl mehr als in weite Ferne gerückt.

Erst vorgestern hatte Libyens Staatschef Qadhafi vorgeschlagen, die UNO aus New York abzuziehen, beispielsweise nach Peking oder Delhi: "Das ist keine Beleidigung der USA, sondern ein Angebot. Auch darüber werde die Vollversammlung abstimmen (...) Oder wir teilen uns auf: Die einen bilden eine wirkliche Vollversammlung mit wahrer Gleichheit, die anderen können weitermachen wie bisher." Auch den UN-Sicherheitsrat könne man gleich abschaffen, denn die Supermächte hätten nur eigene Interessen und nützen den Sicherheitsrat nur, um diese durchzusetzen. Die Diktatur der Supermächte im Sicherheitsrat sei reiner Terrorismus..."

Bild: der umstrittene Flyer

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