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Pornofilme im 'San Pornando Valley' nur mehr mit Kondom

Die Abstimmung fiel eindeutig aus: Mit 9 zu 1 Stimmen votierten die Abgeordneten des Stadtrats von Los Angeles für eine Verordnung, die künftig das Drehen von Pornofilmen nur dann erlaubt, wenn Kondome verwendet werden. Die Pornoindustrie protestiert und sieht darin eine Bevormundung mündiger Bürger.

Regelmäßig und überraschend durchgeführte Kontrollen sollen sicherstellen, dass gegen die neue Verordnung - sie wird 90 Tage nach der Abstimmung gültig - nicht verstossen wird. Die Maßnahme wurde von der AIDS-Healthcare Foundation begrüßt, stösst jedoch bei der Pornoindustrie auf Ablehnung: Damit würden mündige Bürger vom Staat bevormundet werden. Bisher hat die Industrie immer damit argumentiert, dass sich alle Darsteller regelmäßigen HIV-Test unterziehen müssten. Hintergrund des Protests der Pornoindustrie ist, dass sich immer noch Filme, bei denen die Darsteller keine Kondome verwenden, wesentlich besser verkaufen als 'Safe-Sex-Pornos'. Allerdings war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Negativschlagzeilen gekommen, weil HIV-Infektionen von Darstellern - beispielsweise der Gay-Pornostar Mason Wyler - öffentlich wurden.

Das im Großraum von Los Angeles gelegene San Fernando Valley ist auch als 'Porn Valley' oder 'San Pornando Valley' bekannt, weil sich dort die milliardenschwere Pornoindustrie angesiedelt hat. Etwa 200 Filmstudios - darunter auch zahlreiche Gay-Pornofilmproduktionen  - sind hier angesiedelt. Rund 200 Pornofilme, das sind immerhin fast 90 Prozent aller in den Vereinigten Staaten produzierten Pornofilme, werden hier gedreht. 1.500 Pornodarsteller/-innen leben im 'San Pornando Valley'.

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