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Sex im Leichenschauhaus: Bestatter soll 13-jährige Knaben im Bestattungsunternehmen missbraucht haben

In der Schweiz steht ein 64-jähriger Bestattungsunternehmer im Kanton Solothurn im Verdacht, zwei minderjährige Knaben mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Missbrauch soll im Leichenschauhaus und sogar im Leichenwagen des Unternehmers erfolgt sein und mehrere Jahre gedauert haben.

Aufgeflogen sind die Missbrauchsfälle durch eine Anzeige eines angeblichen Opfers. Der mittlerweile 28-jährige Anzeiger will ab dem Jahr 2002 von dem Unternehmer mehrmals sexuell missbraucht worden sein. Der Bestatter, der auch Rettungssanitäter ist, habe den damals 13-jährigen nach einem Fahrradunfall ins Spital begleitet und ihn dort mehrmals besucht. Nach der Genesung habe das angebliche Opfer dann den Mann im Bestattungsinstitut besucht, wo es zu den ersten Missbrauchsfällen gekommen sein soll. Diese Missbrauchsvorfälle, die auch Oral- und Analverkehr inkludiert haben sollen, sollen danach mehrere Jahre lang im Leichenschauhaus und sogar im Leichenwagen erfolgt sein.

Zwischenzeitlich hat ein weiteres angebliches Opfer Anzeige bei der Polizei erstattet. Auch der heute 23-jährige Anzeiger will von dem Unternehmer sexuell missbraucht worden sein. Diese Missbrauchsfälle sollen 2003 begonnen haben, als er 13 Jahre alt war und sowohl im Wohnhaus als auch im Bestattungsunternehmen erfolgt sein. So habe man beispielsweise Karten gespielt und der Verlierer 'musste' den Gewinner oral befriedigen, behauptet der 23-jährige. Erst im Alter von 18 Jahre habe es das angebliche Opfer geschafft, sich von seinem mutmaßlichen Täter zu lösen.

Der - angeblich im Grund geständige - Unternehmer wollte sich bisher noch nicht weiter zu den Anschuldigungen äußern. Er soll nur bestreiten, dass es zu Oral- und Analverkehr gekommen sei. Weshalb die beiden Anzeiger trotz des Missbrauchs immer wieder den Unternehmer im Bestattungsinstitut und im Wohnhaus besucht habe, erklärten sie mit einer gewissen Abhängigkeit. Selber in relativ desolaten familiären Umfeld aufgewachsen, hätten sie in dem Mann eine Art 'Ersatzvater' gesehen. Die Tatsache, dass sie den angeblichen Missbrauch erst Jahre später angezeigt haben, hingegen damit, dass sie bisher 'aus Scham geschwiegen' hätten. Die zuständige Staatsanwaltschaft bestätigt zwar die Anzeigen, wollte sich nicht näher zu den Behauptungen äußern.

Bild: © gayösterreich.at