Jüdische Gemeinde Amsterdam suspendiert Oberrabbiner
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18 Jan 2012
Deutscher Rabbiner und der Oberrabbiner von Amsterdam unterschreiben eine Erklärung, die Homosexualität als heilbar bezeichnet. Die jüdische Gemeinde von Amsterdam suspendiert den Oberrabbiner und entschuldigt sich bei den Homosexuellen, die deutsche jüdische Gemeinde schweigt bisher.
Bisher haben 180 Rabbiner, Gemeindeleiter und Psychotherapeuten eine Erklärung über das Thema Homosexualität in der Torah unterzeichnet. Demnach hätte es in den letzten paar Jahrzehnten - speziell in den den letzten fünfzehn Jahren - in der säkularen Welt eine große Veränderung im Akzeptanzverhalten gegenüber Homosexualität gegeben. Die Legalisierung der Homo-Ehe und die Gleichsetzung von Homosexualität mit der Heterosexualität wäre das Endziel der Kampagnen. Wenn man den homosexuellen Lebensstil nicht akzeptiere, würde man gleich als 'hasserfüllt' oder 'homophob' bezeichnet, klagen die jüdischen Geistlichen und Gelehrten. Dabei mache die Torah zum Thema Homosexualität die 'ewige und klare Aussage', dass eben diese kein akzeptabler Lebensstil wäre.
Weiters wird in der Erklärung behauptet, dass Homosexualität geändert und geheilt werden könnte. Auch über das 'Wie' dieser Heilung macht die Erklärung ganz klare Aussagen, die wir hier jedoch nicht wiedergeben wollen.
Die meisten der Unterzeichner stammen aus den Vereinigten Staaten. Aus Europa haben der Direktor des Torah Zentrum in Leipzig (DE), Rabbi David Chandalov, der schottische Rabbi Rafael Bokow, Rabbi Levy Yitzhak Raskin von der Lubavitch Congregation in North London und der Oberrabbiner von Amsterdam, Aryeh Ralbag unterzeichnet.
Während weder aus Deutschland noch von den britischen Inseln bisher eine Stellungnahme dazu abgegeben wurde, reagierte der Vorstand der jüdischen Gemeinde Amsterdam umgehend: Er bedauere, dass Oberrabbiner Ralbag - er lebt derzeit in New York - diese Erklärung unterschrieben hat. Dadurch könnte der Eindruck entstehen, dass die jüdische Gemeinde in Amsterdam den Inhalt dieser Erklärung teile. Das ist jedoch absolut falsch: In der jüdischen Gemeinde Amsterdam wären Homosexuelle willkommen und werden auch als Vollmitglieder anerkannt. Die vom Oberrabbiner unterzeichnete Erklärung lehne die jüdische Gemeinde Amsterdam ausdrücklich ab und entschuldigt sich aufrichtig bei jenen, die sich durch diese Unterschrift in irgendeiner Weise verletzt gefühlt haben. Der Vorstand habe zudem beschlossen, den Oberrabbiner zumindest solange von seinen Aufgaben zu entbinden, bis dieser wieder in Amsterdam ist und 'das Problem mit ihm diskutiert' werden könne.







