Pride macht Horrorschulden - Verantwortliche untergetaucht?
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02 Feb 2012
Der Pride (South East) Ltd., die Veranstalterfirma des Gay Pride von Brighton and Hove, steht angeblich wegen Überschuldung vor dem Aus. Mehr als 200.000 GBP (rund 240.000 Euro) soll der Schuldenstand betragen, der sich in den letzten Jahren angesammelt hat. Die Verantwortlichen sollen untergetaucht sein.
Aufgefallen war bereits, dass die Pride (South East) Ltd. ihren Jahresbericht für das per 31. Oktober 2010 endende Geschäftsjahr erst am 18. Jänner dieses Jahres, somit 140 Tage zu spät, abgegeben hat. Demnach standen im Jahr 2010 Einnahmen von 335.929 GBP (404.000 Euro) Ausgaben von 355.690 GBP (427.000 Euro) gegenüber, was einen Abgang von rund 20.000 GBP (24.000 Euro) bedeutet. Zum Vergleich: Der London Pride hatte 2010 Einnahmen von rund 240.000 GBP und erzielte einen Überschuss von rund 53.000 GBP (289.000 Euro / 64.000 Euro).
Der Knalleffekt kam jedoch nun mit einem Schreiben, dass ein Treuhänder angeblich am 26. Jänner dem Stadtrat überbracht haben soll: Wie die lokale Zeitung Gscene berichtet, soll der Schuldenstand zwischenzeitlich über 200.000 GBP (rund 240.000 Euro) - davon 221.000 Euro allgemeine Schulden und 24.000 Euro Schulden bei der Stadt - betragen. Nach der Übermittlung des Schreibens sollen die Verantwortlichen ihre Telefone abgemeldet und das Büro verlassen haben. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort soll unbekannt sein, allerdings haben sie für heute eine schriftliche Stellungnahme angekündigt.
Den CSD in der 250.000 Einwohner zählenden Stadt Brighton and Hove an der Südküste Englands besuchten letztes Jahr rund 40.000 Personen. Er zählt damit - nach dem CSD in London (Anm: der heuer sogar die World Pride sein wird) und Manchester und zu den wichtigsten CSD-Events des Vereinigten Königreiches. Dieses Jahr war er für den 1. und 2. September geplant.
Erst letztes Jahr sorgte übrigens Köln für einen Skandal, als die games cologne gGmbH. als Betreibergesellschaft der Gay Games mit rund 200.000 Euro Schulden beim Kölner Amtsgericht einen Insolvenzantrag einbringen musste.







