Italienischer Nationalstürmer Cassano sorgt mit homophober Aussage für Aufregung
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13 Jun 2012
Antonio Cassano, Stürmer der Italienischen EM-Mannschaft, sollte eigentlich bei der derzeit stattfindenden Europameisterschaft für Tore sorgen. Das einzige Tor, für das er jedoch bisher sorgte, war ein Eigentor: Er hoffe, dass es keine schwulen Fußballspieler in der Nationalmannschaft gibt, erklärte er und sorgte damit für einen Skandal.
Der italienische Fernsehmoderator Alessandro Cecchi Paone hatte in einem Radiointerview behauptet, dass es zwei homo- und einen bisexuellen Spieler in der italienischen Nationalmannschaft gebe. Seinen eigenen Angaben zufolge habe er nämlich mit diesen bereits Beziehungen gehabt, die allerdings zwischenzeitlich beendet seien. Namen wollte Cecchi Paone nicht nennen.
Der Reporter der italienischen Sportzeitung Gazzetta del Sport fragte deshalb den 30-jährigen Stürmer des AC Mailand, ob Cecchi Paone mit einer Behauptung Recht habe. Cassano versicherte sich zuerst, ob der die Frage tatsächlich richtig verstanden habe, und antwortete dann: "Sie fragten, ob es in der italienischen Nationalmannschaft Homosexuelle gibt? Das ist nicht mein Problem. Ich hoffe trotzdem, dass es keine gibt - nicht in der Nationalmannschaft."
Obwohl Cassano am nächsten Tag gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur betonte, dass ihm 'Schwulenfeindlichkeit fremd' sei und sich mit den Worten 'es tut mir leid, ich wollte niemand beleidigen' entschuldigte, werden sich die Wogen der Empörung, die seine Worte in den italienischen Medien hervorgerufen haben, wohl nur dadurch glätten lassen, dass er im heutigen Spiel gegen Kroatien seine Mannschaft zum Sieg führt. Im ersten Match gegen Spanien hat er nämlich kein Tor geschossen, Italien musste sich mit einem 1:1 begnügen.




