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Das neue Grundsatzprogramm der FDP fordert die Homo-Ehe

Die deutsche FDP will in ihrem neuen Grundsatzprogramm, das im April beschlossen werden soll, die Ehe auch für homosexuelle Paare öffnen und fordert (zumindest indirekt) auch das Adoptionsrecht und die Aufhebung des Verbotes der medizinisch unterstützten Fortpflanzung für gleichgeschlechtliche Paare.

Wer kennt sie nicht aus jedem Rätselheft: Die beiden Bilder, die sich voneinander durch Fehler unterscheiden. Auch unsere beiden Bilder unterscheiden sich durch gravierende Fehler: Einer davon heißt Heinz-Christian Strache und seine FPÖ:

Dabei hätten die deutsche FDP und die österreichische FPÖ eigentlich mehr gemeinsam, als man denken sollte: So hatte die FDP beispielsweise bis vor einiger Zeit mit Guido Westerwelle einen homosexuellen Parteichef, dem dann im Mai 2011 Philip Rösler nachfolgte. Die FPÖ wird hingegen seit April 2005 von Heinz-Christian Strache geführt, der damals Jörg Haider nachfolgte. Beide Parteichefs kommen aus dem medizinischen Bereich. Während jedoch Philipp Rösler zum Dr.med. promovierte, absolvierte Heinz-Christian Strache eine Ausbildung zum Zahntechniker. Während Rösler Stabsarzt der deutschen Bundeswehr war, übte Strache seine Kampferfahrung bei 'harmlosen Paintball-Spielen zum Aggressionsabbau mit unbescholtenen Teilnehmern'. Sowohl Rösler als auch Strache haben je zwei (leibliche) Kinder. Während die Ehe des Katholiken Rösler jedoch noch intakt ist, ist die des Katholiken Strache längst geschieden.

Weitere Fehler offenbaren sich, wenn man die Grundsatzprogramme beider Parteien miteinander vergleicht:

Ursprünglich hätte die Vorlage des Entwurfs des neuen Grundsatzprogramms der FDP bereits im November vorliegen sollen, was jedoch aufgrund eines Mitgliederentscheides nicht erfolgen konnte. Nun ist die Debatte jedoch bereits so weit fortgeschritten, dass der designierte Generalsekretär der FDP, Patrick Döring, den Entwurf der Grundsatzkommission Anfang Februar zur Diskussion an die Partei verschicken wird können. Beschlossen werden soll das neue Grundsatzprogramm dann am Bundesparteitag am 21. und 22. April in Karlsruhe.

Ein Punkt darin ist das neue Bekenntnis der FDP zur Homo-Ehe und (zumindest indirekt) auch das des Adoptionsrechtes von Kindern für gleichgeschlechtliche Paare: "Alle Paare sollen die Ehe eingehen können. Wir machen bei Rechten und Pflichten keine Unterschiede zwischen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern und Ehegatten", soll es demnächt im Programm der FDP heißen, sofern es so am Bundesparteitag auch beschlossen wird. Aber nicht nur die Homo-Ehe, sondern auch das Recht gleichgeschlechtlicher Paare für eine Kindesadoption und die medizinisch unterstützte Fortpflanzung soll - zumindest indirekt - künftig im Programm festgeschrieben sein: "Liberale wollen allen Menschen die Freiheit eröffnen, sich für eine Familie mit Kindern entscheiden zu können."

Auch die österreichischen Freiheitlichen haben im Juni letzten Jahres in Graz ihr neues Parteiprogramm beschlossen. Macht man jedoch einen Blick in die 'Leitsätze freiheitlicher Politik' der österreichischen Freiheitlichen, so liest man dort: "Die Familie als Gemeinschaft von Mann und Frau mit gemeinsamen Kindern ist die natürliche Keimzelle und Klammer für eine funktionierende Gesellschaft ...." und "... Wir bekennen uns zur Vorrangstellung der Ehe zwischen Mann und Frau als besondere Form des Schutztes des Kindeswohls. Nur die Partnerschaft von Mann und Frau ermöglicht unserer Gesellschaft Kinderreichtum. Ein eigenes Rechtsinstitut für gleichgeschlechtliche Beziehungen lehnen wir ab."

So groß ist demnach der Unterschied zwischen einem 'D' und einem 'Ö', zwischen den Freien Demokraten Deutschlands und den österreichischen Freiheitlichen. Nicht zu Unrecht gehört die FDP der Fraktion der Europäischen Liberalen und Demokraten (ALDE) im Europaparlament an, während mit der FPÖ keine Fraktion in Zusammenhang gebracht werden will.

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