Lugner schreibt Glückwunschmail an 'die zu ihm immer nette' Scientology-Sekte
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11 Jun 2012
Während Richard Lugner für Homosexuelle keine guten Worte findet, war die homophobe Scientology-Sekte 'immer nett zu ihm'. Ihnen schreibt er daher auch 'etwas Nettes' per Mail, wie Anonymous-Austria nun aufdeckte. Selbst Scientology-Mitglied zu sein, streitet der 70-jährige Wiener Baumeister jedoch entschieden ab.
Anonymous Austria hat - weil "sie sind böse und gefährlich. Jeder muss das wissen" - den Mailverkehr der Scientology ins Netz gestellt. Tatsächlich wird die 'Neue Religiöse Bewegung Scientology' beispielsweise in mehreren deutschen Bundesländer vom Verfassungsschutz beobachtet. Der religiöse Charakter wie auch die Methoden der Organisation sind sehr umstritten.
Unter den vielen veröffentlichten Mails befindet sich auch eines des Wiener Baumeisters Richard Lugner. Er verfasste ein Glückwunschmail an den Präsidenten der nach dem Sektengründer benannten L. Ron Hubbard-Stiftung: 'Scientology habe durch den von Religionen unabhängigen Moralkontex vielen Menschen wie Drogenabhängigen, Häftlingen oder Menschen, die Hilfe bedürfen, geholfen', findet Lugner. Er jedenfalls wünsche der Organisation auch in Zukunft alles Gute. Vor allem auch, 'dass die guten Taten die von vielen Neidern immer wieder erhobenen Anfeindungen überstrahlen und damit ad Absurdum' führen.
Liugner dementiert, selbst Mitglied der Sekte zu sein. Man habe ihn nur 'um das Glückwunschmail gebeten'. Der Kontakt sei durch einen befreundeten Arzt, der Scientology-Mitglied sei, entstanden.
Vielleicht erklärt jedoch die Sympathie, die Lugner offenbar für Scientology empfindet, seine homophoben Aussagen (wir berichteten beispielsweise hier, hier oder hier). Immerhin werden Homosexuelle in der Scientology-Sekte als 'krank' bzw. 'aberriert' diskriminiert. Es wird ihnen versprochen, ihr 'Leiden' würde sich durch 'Auditing' wandeln. Homosexualität wird mit Kriminalität und 'versteckter Feindseligkeit' gleichgesetzt (vgl. Hubbard: Tabelle der menschlichen Bewertung).
Bild: gayösterreich.at




