Zoff bei den Grünen: Steht Glawischnig vor der Ablöse?
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28 Jan 2012
"Wo ist unsere inhaltliche Positionierung derzeit auf Bundesebene?", fragt sich der Tiroler Landtagsabgeordnete der Grünen, Gebi Mair. Der Wunsch nach 'frischem Wind an der Spitze' sei in mehreren Bundesländern spürbar, die Führungsschwäche bei den Grünen 'evident', meint Mair und fordert die Ablöse von Klubchefin Glawischnig.
Heftige Kritik an der derzeitigen Führung der Grünen übte der offen homosexuelle Landtagsabgeordnete Gebi Mair in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung: Die Partei hätte derzeit keine inhaltliche Positionierung auf Bundesebene, eine Führungsschwäche bei den Grünen sei evident. Einen Ausweg sehe Mair in einer Ablöse der derzeitigen Grünen-Klubchefin Ewa Glawischnig durch den derzeitigen Tiroler Landtagsklubchef Georg Willi. Dieser will sich spätestens 2013 von diesem Posten zurückziehen. "Georg wäre der ideale Klubchef, denn es benötigt frischen Wind bei den Grünen", meinte Gebi Mair.
Nachddem er aufgrund dieser Aussagen selbst unter heftige Kritik seiner Parteikollegen geraten war, hat Mair seine Kritik an Glawischnig jedoch wieder relativiert: Ziel sei nicht die Forderung nach Ablöse der Bundessprecherin gewesen, sondern eine starke Position des Tiroler Klubchefs zu erreichen. Es gehe nicht darum, "die Eva anzuzählen", sondern dass neben Glawischnig auch andere in der Auslage stehen sollten um die Grünen breiter zu positionieren.
Trotzdem: Zum großen Versöhnung zwischen Glawischnig und Mair kommt es offensichtlich - zumindest derzeit - noch nicht: Zwar hat Grünenchefin Glawischnig in der heutigen Ausgabe der Zeitung Österreich ein Gespräch mit Mair angedacht, dieser wäre jedoch bisher noch zu keinem Gespräch bereit gewesen. Das Gesprächsangebot Glawischnigs sei zwar 'angekommen', er wolle jedoch vorerst noch die Sitzung des Tiroler Landesparteivorstandes am Montag abwarten, wo voraussichtlich über seine Wortmeldung debattiert werde, ließ Mair seiner Chefin durch die APA mitteilen.







